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Treffen, Turniere, Conventions und Messen

Am 23.03.2018 hat “Uncle Adam” ein Video veröffentlicht mit dem simplen Titel “Spiele Conventions und wie man einfach selber eine macht”.

Jeder, der schon mal eine Con, ein LARP, ein größeres Spielertreffen oder Turnier veranstaltet hat, wird jetzt schreien “EINFACH?”. Denn, wie so oft, klingt es wirklich so simpel was er sagt. Und eigentlich hat er auch recht. Von seinem Standpunkt aus. Alleine die Besucherzahlen, mit denen er um sich wirft, lassen mich persönlich vor Neid erblassen.

Warum? Weil es selbst so “kleine Cons von 300 Leuten” wie er sie gemacht hat, hier in der Nähe kaum gibt. Denn unser lokaler Spielverein ist seit Jahren auf Talfahrt. Darüber habe ich an anderer Stelle schon oft genug gejammert und geschrieben also lasse ich das jetzt hier einfach so stehen.

Selber eine Con machen. Würde mich schon reizen. Die Frage ist ja dann immer nur: Wo? Und wie bekomme ich Leute zusammen, die helfen beim Auf- und Abbau? Wie finde ich einen Termin, an dem auch Leute Zeit haben und nicht gerade zwischen zwei anderen großen Messen sind? Was will ich genau anbieten und wer ist meine Zielgruppe?

Wichtig, richtig und gut ist, dass Adam gleich sagt: nicht sofort eine SPIEL machen wollen. Alle Messen und Cons sind gewachsen. Nur anfangen muss man ja irgendwo. Wie würdet ihr so etwas anfangen? Ich würde mich über euren Input freuen.

 

Gamefor – Spieler verbinden

Manche von euch kennen vielleicht Adam “Uncle Adam” (Nein, nicht Onkel Tom Angelripper) und seinen YouTube Kanal. Er hat, zusammen mit ein paar Kollegen, eine App für Android und iOS gebaut, mit denen sich Spieler leichter verbinden können. Die App ist noch in der frühen Entwicklung aber schon prima Nutzbar und wird regelmäßig erweitert. Derzeit können sich Spieler, Clubs & Vereine sowie Läden registrieren.

Dabei ist das Konzept derzeit sehr simpel. Als User legt man sein Profil inklusive Postleitzahl an und bestimmt einen Radius, in dem man Spieler sucht. Man kann auch eine Suchanzeige einstellen und dabei einen Ort angeben an dem man spielen will. Und hier wird die App besonders. Statt eines x-beliebigen Ortes kann man nur in der App registrierte Läden angeben. Der Gedanke dahinter ist: keiner muss sich wild fremde Menschen in die Wohnung holen oder zu Fremden hin gehen und die Läden bekommen zusätzlichen Kundenverkehr. Denn, und das betont Adam immer wieder, die Ladengeschäfte sind für das Hobby Tabletop essentiell.

Als Laden, sei es Spielfachhandel oder Spielcafé, kann man sich verifizieren lassen und hat dann die Möglichkeit die Öffnungszeiten anzupassen, ein Profilbild hoch zu laden und Events einzutragen. Das muss man dann auch nicht am Handy oder Tablet machen, sondern hat dafür einen Webzugriff.

Wer mehr Fragen hat, dem empfehle ich die FAQ auf der Seite der App. Dort wird noch so einiges genauer erklärt.

Ich bin natürlich auch auf der App registriert und würde mich freuen mehr User da zu sehen. Gerade in “dünn” besiedelten Gebieten wie Niedersachsen ist das Potential der App sehr groß.

Nachtrag: Uncle Adam hat ein Video dazu gemacht. Patschow!

Warmonger Malathon Dings…

Vor ziemlich genau 9 Monaten war ja der Magabotato Malathon, an dem ich mich zum ersten Mal beteiligt habe. Und im FFG Forum kam die Frage auf: “Wie sehen eure Tag 1 Malpläne (für Star Wars: Legion) aus?

Und da habe ich mal so vor mich hin gefaselt und so über den Daumen gepeilt… Core Set 33 Modelle, dazu AT-ST und T-47. Das müsste dann ja auch in einem Monat zu schaffen sein, für Gelegenheitspinsler wie mich.

Huzza! Selbst auferlegte Pein! Wer macht mit? Ich werde (so ich denn am 22.03. meine Boxen bekomme) in einem neuem Post den Fortschritt zeigen.

Huzza!

….warum mache ich das?! oO Muss der Schlafmangel sein XD

01.04.2018 Update: Nach 2 Wochen den imperialen Teil der Grundbox plus eine Trooper Erweiterung fertig bekommen. Siehe hier. Fehlen noch die Rebellen (plus eine Trooper Box), der AT-ST, T-47 und das Gelände. Stay tuned!

 

https://pixabay.com/de/fehler-mouse-trap-t%C3%B6richt-verletzt-2344150/

Vorsicht Falle!

Eine kleine Lektion in Sachen Hobbyrattenschwanz.

Was meine ich damit? Nun ich will es mal an einem persönlichem Beispiel verdeutlichen. Demnächst kommt ja Star Wars: Legion in den Handel und ich werde es mir holen.

Grundbox:  90 Euro

Damit hat man eigentlich alles, um die ersten Spiele zu bestreiten. Aber für ein “richtiges” Spiel braucht man 800 Punkte an Einheiten. Abgesehen vom AT-ST und dem T-47 Airspeeder sind in der Grundbox alle Miniaturen der ersten Welle vorhanden. Zusätzliche Würfel, Messstöcke etc. braucht man nicht. Aber so ein AT-ST und ein T-47 machen schon die 800 Punkte voll. Nachtrag: Wie mir korrekter Weise auf Facebook gesagt wurde, braucht man für ein 800 Punkte Spiel nicht nur 800 Punkte, sondern auch 3 Corps/Truppen Einheiten pro Seite. Also muss man doch noch je ein mal Sturmtruppen und Rebellentruppen kaufen. (Noch ein Nachtrag: Wenn man mittels Battlescribe versucht aus der Grundbox plus AT-ST und T-47 für jede Seite 800 Punkte zu kitzeln, so klappt das fürs Imperium (797 Punkte) aber nicht für die Rebellen (702 Punkte). Und noch ein Nachtrag: Man hat in der Grundbox auch nicht genug Befehlsmarker für drei Truppen Einheiten. Clever FFG, clever… hinterhältig und teuer aber clever ;))

AT-ST: 50 Euro

T-47: 30 Euro

Rebel Troopers: 25 Euro

Stormtroopers: 25 Euro

Zwischensumme: 220 Euro

Um. Ja, das ist schon mehr. Aber dann hat man ja alles. Oder? Als “alt gedienter Hobbyrecke” hat man ja Kleber, Farben, Werkzeug, Base Gestaltungsmaterial und ganz wichtig Grundierung. Oh. Nein, die ist ja gerade alle. Die braucht man auch. Sogar dringend.

Grundierung: 12 Euro

Zwischensumme: 232 Euro

Ja, das ist dann jetzt aber alles. Schließlich passt ja alles auch hinterher wieder in die Box und man braucht keinen Koffer. Aber die Karten, die sollte man schon in Schutzhüllen packen. Eine Packung für die kleinen Karten und eine für die Großen. Ist nicht schlimm, passen ja auch für X-Wing, kann man also weiter verwenden, wenn was über bleibt

Kartenhüllen: 6 Euro

Zwischensumme: 238 Euro

Aber so lose rumliegen lassen kann man die Karten auch nicht. Boxen sind doof. Aber da gab es doch so schöne Hüllen von Ultimate Guard.

Hefthüllen: 5 Euro

Zwischensumme: 243 Euro

Jetzt, jetzt hat man alles um glücklich zu sein… bis auf die folgenden Erweiterungen, die erst noch erscheinen werden und die 4 Einheiten, die zwar in der Grundbox enthalten sind aber noch extra Karten haben…

Ich könnte das jetzt noch recht lange so weiter führen. Die zwei verbleibenden Erweiterungen der ersten Welle (Speeder Bikes und AT-RT) wären noch einmal 50 Euro und das, was wir über Welle 2 wissen (Leia, Veers, Rebellen Trooper, Snowtrooper) knabbert auch noch einmal mit 76 Euro am Geldbeutel. So schnell wird aus einem 90 Euro Spiel eine Investition von über 370 Euro. Drum prüfe, wer sich ewig… ach. Schaut auf euer Konto und überlegt euch, ob ihr euch das leisten könnt. Im Zweifelsfall einfach ein wenig warten.

In diesem Sinne: Karsten, ich brauch noch Grundierung!

Turniere gehören verboten!

So ähnlich äußerte sich gerade jemand in einer Gruppe auf Facebook im Zusammenhang mit den Ankündigungen von FFG zum Thema Star Wars: Legion Turnierspiele.

Imperium gegen Imperium oder Rebellen gegen Rebellen gehört einfach per se verboten.

… bei Systemen mit Story und Geschichte [gehören] eigentlich Turniere verboten.

Ich habe da jetzt ein wenig darüber nachgedacht und möchte einmal meine Gedanken dazu hier abgeben.

Das die selben Seiten einer Fraktion bei einem Turnier gegeneinander Spielen finde ich auch nicht prickelnd, ist aber leider nicht zu verhindern. Denn wenn man ein Turnier organisiert, kann man nicht viel mehr machen, als die Anzahl der Spieler fest zu legen, bestimmte Einheiten und Regeln vorgeben beziehungsweise verbieten und das Turnierformat festlegen. Was der einzelne Teilnehmer dann ins Feld führt, ist ja jedem selbst überlassen. Besonders bei Systemen mit wenigen Fraktionen (Beispiel X-Wing, da gibt es nur Rebellen, Imperium und Abschaum) kommt es natürlich schnell dazu, dass die selben Seiten gegeneinander spielen. Besonders, wenn bestimmte Kombinationen von Einheiten beliebt sind, weil sie “stark” im Meta sind und häufiger gewinnen. Schön ist das nicht, aber nicht zu ändern.

Besagte Person will also lieber auf SW:L verzichten,

Da ich nur durch den Kauf der Sachen schon der Firma Geld für diesen Tunierunterstütziungskram Geld geben würde.

Nein, gerade bei FFG OP nicht. Denn FFG kassiert bei den Händlern und Turnierveranstaltern einen (nicht gerade kleinen) Obolus für Preise und Urkunden. Turniere werden also extra bezahlt. Und was viel wichtiger ist: Turnierspieler sind Käufer. Und zwar meist sogar die, die am meisten kaufen, denn sie kommen selten bei Turnieren mit meiner Sammelmentalität (Jede Einheit ein mal kaufen) aus, da das oben genannte Meta spiele und oft die selbe Einheit mehrfach brauchen. In der Videospielbranche der Gratisspiele spricht man dabei von “Walen”. Die, die viel mehr Geld ausgegeben für Upgrades und Boni als der normale User. Diese Wale ermöglichen erst die Gratisspiele wie Angry Birds und Co, denn sie spülen das Geld in die Kasse der Entwickler. Wenn man die “Turnierwale” jetzt streichen würde, dann fällt so ein System wesentlich schneller in den Bereich “lohnt nicht mehr” für den Hersteller und es verschwindet vom Markt. Und das kann ja auch nicht gewollt sein.

Eine aktive Turnierszene ist also überlebensnotwendig für ein Spielsystem. Klar kann man das doof finden, wenn man quasi gegen seine eigene Seite spielen muss (tu ich ja auch) aber es zwingt einen keinen bei Turnieren mit zu machen. Und gerade bei SW:L mit seinen (derzeit) zwei Fraktionen könnte man so ein Turnier kaum umsetzen. Um sicher zu stellen, dass niemand gegen seine Seite spielt, müsste jeder Teilnehmer zwei Armeen ins Feld führen und vor jeder Runde müsste man festlegen, wer darf Imperium spielen und wer Rebellen. Das will wohl kaum einer. Wobei ich mich da irren kann und es auf ein Experiment ankäme. Für jedes andere System mit mehr als zwei Fraktionen wird das dann aber exponentiell teurer und weniger zu handhaben.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr Ideen, Lösungen oder eigene Vorstellungen?

PS: Ich habe absichtlich auf eine Verlinkung zu Facebook und der entsprechenden Gruppe verzichtet, weil ich kein Gebashe auslösen will, sondern wirklich nur am Gedankenaustausch interessiert bin.

Star Wars Legion Organized Play

Es sind noch 8 Wochen bis zum offiziellen Release von Star Wars: Legion und bereits jetzt wird von FFG die Organized Play Maschine angeworfen. Und in einem Umfang, der erahnen lässt, was FFG noch alles mit dem System vor hat.

(Randnotiz: Liebes Team von Asmodee, ich weiß, dass Organized Play viel Arbeit ist aber bitte, bitte, bitte (mit Sahnehäubchen und Kirsche oben drauf)  schneidet euch eine Scheibe von FFG ab und bringt das OP so auch nach Deutschland. Bitte!)

Was genau plant FFG da aber nun? Ich fasse deren Artikel einmal kurz zusammen:

Vor-Ort Vorab-Demos

Ab dem 08.03.2018 werden, in ausgewählten Läden, Demos zu SW:L zu spielen sein. Mehr Details dazu gibt es am 12.02.2018. (Ich fürchte, das wird aber nur in den USA passieren, denn dort hat FFG direkt die Hand auf dem OP)

Das Release Wochenende

Vom 22.03. bis zum 25.03.2018 sollen in teilnehmenden Läden Events und Turniere stattfinden. Mehr dazu am 26.02.2018 (Again: vermutlich nur in den USA)

AdeptiCon

Zeitgleich zum Release Wochenende ist in den USA eine große Wargaming (Tabletop) Convention und dort wird es Demos und Events geben.

Laden Events

Es wird zukünftig Events für teilnehmende Läden geben und dafür gibt es ein “Rekrutierungs-Kit” für die Läden, damit sie ihre Events noch besser machen können. Details dazu am 12.03.2018

Meisterschaften

Auch für SW:L wird es Meisterschaften geben, wie ja auch für die meisten anderen großen Spiele von FFG. Details dazu kommen im April.

Das ist doch alles eine Ansage. Und damit wir hier in der alten Welt auch ordentlich neidisch über all das sein können, können wir dem FFG OP Twitter Konto folgen. @FFGOP

Weiter wie bisher?

Weil es mir gerade nicht aus dem Kopf geht und auch einen (für mich) sehr direkten Einfluss auf mein Hobby hat, muss ich jetzt doch an dieser Stelle ein paar Sachen los werden.

Vorweg: Dies ist kein Angriff oder Vorwurf gegen einzelne Personen, sondern eine Darstellung des Ist-Zustandes aus meiner Sicht und den sich daraus anbahnenden Konsequenzen.

Vielfältigkeit vs. Menge der Spieler

Mein erster Kontakt mit dem Hobby “Miniaturenschubbsen” hatte ich mit der Ausgabe 21 des deutschen White Dwarf von Games Workshop. Das war im September 1997. Danach war für mich lange Zeit Games Workshop und seine Produkte identisch mit Miniature Wargaming. Warhammer Fantasy, Warhammer 40k, Epic, Blood Bowl, Gorka Morka, Necromunda und Mortheim. Das hatte zur Folge, dass die Menge der verfügbaren Spieler sich auf einen überschaubare Anzahl Systeme verteilten und man sehr einfach Spieler fand. Erst Anfang 2000 bekam ich mit, dass es auch noch andere Systeme und Hersteller gibt, wie damals iKore mit ihrem System Celtos. Und heute? Ich will mal versuchen alle aufzuzählen, die mir einfallen:

  • Warhammer Age of Sigmar
  • Warhamemr 40.000
  • Blood Bowl
  • Herr der Ringe
  • Flames of War
  • Warmachine
  • Freebooters Fate
  • Celtos
  • Star Wars: X-Wing
  • Star Wars: Armada
  • Dystopian Wars
  • Dead Man’s Hand
  • Frostgrave
  • Saga
  • Battletech
  • Star Wars: Legion (ab 2018)
  • Fallout: Wasteland Warfare (ab 2018)

Von 7 auf 17 die mir einfallen und es gibt noch Unmengen mehr. Aktuelle Systeme, nicht mehr Produzierte Systeme, die aber immer noch gespielt werden und und und… Natürlich ist Vielfältigkeit prinzipiell gut und Auswahl zu haben ist immer gut aber die Menge an Spielern ist endlich. Machen wir ein Zahlenspiel: das Forum vom playnetix (meinem Spielclub) hat ca 140 Registrierte Mitglieder. Verdoppeln wir mal die Zahl, um all diejenigen zu kompensieren, die zwar spielen aber nur im GW Laden oder unter Freunden. Bei 7 Systemen und 280 Spielern habe ich einen Durchschnitt von 40 Spielern pro System. Damit kann man was erreichen. Sei es Turniere zu organisieren oder Ligen zu spielen. Bei 17 Systemen sind das etwas mehr als 16 Spieler pro System. Und da das nur der Durchschnitt ist, kann man sich denken, dass kleine oder neue und noch nicht etablierte Systeme deutlich weniger Spieler haben. Es wird also zur echten Frustration jemanden zum Spielen zu finden. So gesehen ist Vielfältigkeit als eher schädlich. Eine Zwickmühle.

GW Store vs. Hobby Store

Wie es in anderen Städten aussieht, kann ich nicht beurteilen aber in Oldenburg selber fehlt (mir persönlich) ein Hobby Geschäft. Einer, der sich ausschließlich auf Tabletop Wargaming stützt. Allerdings bin ich mir durchaus bewusst, dass kaum eine finanziell sinnvolle Option ist, wenn es nur 0.2% der Einwohner an potentielle Kunden hier vor Ort gibt. Zur Zeit teilt sich der Markt (aus meiner Sicht) so auf:

  • GW Store, Innenstadt: alles an GW Zeug.
  • Comic, Buch und Spiel, Innenstadt: Restbestände GW, Army Painter Farben, X-Wing, Armada sowie Brett- und Gesellschaftsspiele
  • anspielbar, Kreyen-Centrum: X-Wing, Armada sowie Brett- und Gesellschaftsspiele

Mit meinem derzeitigem Hobbyschwerpunkt (aka: “wo ich das meiste Geld lasse”) X-Wing ist mir anspielbar am nächsten. Sowohl räumlich als auch persönlich. Es ist so einfach gewachsen. Aber mit den angekündigten Systemen SW:L und F:WW wird sich das bestimmt zu einem Teil verschieben.

Was keiner der örtlichen, mir bekannten, Händler anbietet: Hobbyzubehör, das nicht von GW stammt. Also Pinsel, Farben, Werkzeuge, Basegestaltung etc. Hier würde ein Laden, wie wir ihn im “Spielmann” hatten gut in meine Welt passen. Aber das wird wohl nichts werden, denn es gibt einfach zu wenig Spieler in Oldenburg und es wird viel im Internet bestellt. Aber das ist ein anderes Thema.

Online Shop vs. Ladengeschäft

Ja, es gibt viele Argumente gegen und für online shopping. Ich habe lange genug selber jeden Cent fünf mal umdrehen müssen, als das ich hier irgendwem, der knapp bei Kasse ist, Vorwürfe machen würde, wenn er nicht im örtlichen Handel kauft, aber es gibt genügend Leute, die das nicht nötig hätten. Die Konsequenzen sind nun mal, dass die Läden dicht machen, man immer weniger Möglichkeiten hat zu spielen und neue Mitspieler zu treffen. Was nutzt mir der tollste Hobbyraum daheim, wenn ich keine Spieler finde, weil keiner mehr Interesse hat. Aber das ist alles so oft durchgekaut, diskutiert und debattiert worden, dass es müßig ist hier wieder alles aufzukochen. Wer es sich leisten kann kauft bitte im Einzelhandel vor Ort. Was es nicht vor Ort gibt kauft man beim “kleinen online Händler” (am besten einen, der auch noch ein Ladengeschäft hat).

Forum vs. Whatsapp

Oh Jungs, wo fange ich hier an. Anfang 2016 habe ich eine Entwicklung im örtlichen Club angeprangert, die meiner Meinung nach, einen nicht unwesentlichen Anteil daran hat, dass die Clubtreffen immer kleiner werden. Statt das eigene, öffentliche, Forum zu nutzen und sichtbar für andere sich zu Spielen zu verabreden, wird immer häufiger die Gruppenfunktion bei Whatsapp genutzt. Für Terminfindungen bei Ligen oder Spiele im privaten Bereich daheim ist das alles fein und gut aber ein Club lebt nun mal auch von öffentlicher Sichtbarkeit. Und wenn ich sehe, dass im Forum nur noch 1/5 der Themen wie vor 10 Jahren und nur noch 1/8 der Beiträge getätigt werden, dann ist es kein Wunder, dass außen Stehende den Eindruck gewinnen, der Club sei tot und das Hobby auch. Ohne einen Laden, in dem das Hobby öffentlich betrieben werden kann, ist ein Club mit öffentlicher Präsenz für das Überleben der Szene essentiell. [Ja, wir haben einen GW Laden, aber versuch da mal ein System zu spielen, dass nicht von GW kommt. Viel Spaß.] Und irgendwann nehmen dann auch die ältesten Mitglieder den Hut, weil sie den Sinn nicht mehr sehen. Und dann macht der Letzte das Licht aus.

Hobby vs. Freizeit

Eine persönliche Nemesis. Aber eine, die vermutlich viele Hobbyisten haben. Sei die Menge frei einteilbare Zeit (Freizeit) pro Woche X. Sei die Menge der Hobbys Y. Dann ist X/Y die Menge Zeit, die man für jedes Hobby pro Woche hat. Klingt erst mal gut. Nehmen wir mal X = 10 Stunden. Und, in meinem Fall, Y = 4. (X-Wing, Blood Bowl, Basteln & Malen, Videospiele). Daraus ergibt sich: eine Partie X-Wing, eine Partie Blood Bowl, ein bisschen Malen und Basteln und ein wenig Videospiele. Für die Spiele muss man aber immer einen Mitspieler haben, was wieder zu Problemen wie Terminfindung etc pp führt, und Malen und Basteln ist mit Vor- und Nachbereitung auch eher wenig. (Ja, mit einem Hobbyraum würde das etwas besser werden, denn da könnte man seine Mal-und Bastelsachen stehen lassen aber den habe ich nun mal noch nicht) Es ist also ein ständiges jonglieren mit Terminen, Zeit und Ort. Und leider muss ich zugeben gewinnt dann der Weg des kleinsten Widerstandes. Sprich, ich setzte mich an den PC oder die Konsole und spiele einfach nur Videospiele.

Fazit

Ich weiß einfach nicht, ob es überhaupt noch Sinn macht im Hobby zu bleiben. Die Diskussionen und Argumente drehen sich immer im Kreis und alleine für diesen Text habe ich schon wieder mehr Zeit verbraucht als ich wollte. Worauf ich hinaus will…. weiß ich auch nicht genau. Nur, dass mich die derzeitige Situation frustriert. Wobei der größte Frust da liegt, wo ich ihn nicht ändern kann, nämlich bei anderen Menschen. Vielleicht wird es nächstes Jahr anders. Vielleicht reißen sich alle zusammen.

Mein Vorsatz für 2018 wird jedenfalls dieser: Mehr malen und basteln, einmal im Monat zum Clubtreffen gehen und mit anderen Leuten Spielen, weiter das Hobby bewerben.

Vielleicht passiert ja ein Wunder. Immerhin ist ja fast Weihnachten.

In diesem Sinne: nice dice.

Tabletop-Network-ReRoll-Weekend 2017

Update/Push: nächstes Wochenende ist es soweit!

Eine gute Sache vom TTN:

Hallo, Ihr Tabletopper und Hobbyfreunde da draußen!

Wie Ihr sicherlich schon vermutet habt: Auch 2017 wird es das Tabletop-Network-ReRoll-Weekend geben, und auch in diesem Jahr werden wir damit natürlich wieder Menschen in Not unterstützen.

Wir sind es gewohnt, dass unsere Konflikte auf dem Spielfeld ausgetragen werden: per Würfelwurf entscheiden wir über das Schicksal. Natürlich denken wir dabei nicht daran, dass das im realen Leben nicht funktioniert. Warum sollten wir das auch tun ? Schließlich ist es ja nur ein Spiel.

Nichtsdestotrotz: Es gibt Menschen, die unvermittelt zum Opfer des Schicksals wurden – und die leider nicht ihr Leben durch einen Würfelwurf verändern und beeinflussen können. “Im echten Leben gibt es keinen ReRoll.” ist daher das Motto, das der Idee des ReRoll-Weekends zugrunde liegt, denn diesen Menschen möchten wir helfen.
Das Tabletop-Network steht von Beginn an für einen respektvollen Umgang miteinander, gegenseitige Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Inzwischen haben wir eine Größe annähernd 4.500 Mitgliedern erreicht und wir denken, dass es bei einer solch großen Anzahl toller Menschen geradezu eine moralische Verpflichtung ist, im Rahmen dessen, was wir ohnehin am liebsten tun, Menschen in Not zu helfen und zu unterstützen.

Wir fordern Euch auf, am ersten Wochenende im November zu spielen!

Veranstaltet Spieletreffen in Euren Clubs, in Euren Stores, in Euren Schulen, Spielgruppen und Rollenspielrunden. Spielt zuhause, mit Freunden, Euren Eltern, Euren Kindern, Euren Nachbarn oder schließt Euch einfach einer Spielgruppe an. Aber: Spielt!
Die Idee: An diesem Wochenende dürft Ihr die Glücksgöttin Fortuna bestechen und jeder misslungene Würfelwurf darf erneut geworfen werden. In jedem Spiel, in jeder Phase des Spiels. Ihr dürft an diesem Wochenende bei jedem Würfelwurf Euer Schicksal selbst in die Hand nehmen und „reRollen“ (solltet Ihr lieber kartenbasierte Spiele spielen, dann dürft Ihr gerne alternativ auch „reFlippen“!).

Natürlich küsst Fortuna Euch nicht kostenlos:
Jeder ReRoll, also jeder neu gewürfelte Würfel, kostet Euch pro Wurf 50 Cent. Die sind sofort in eine Spardose zu werfen. Mehr Regeln gibt es eigentlich nicht. Nach dem Wochenende überweist Ihr das erwürfelte Geld unter Angabe des Namens Eurer Spielgruppe und (WICHTIG!) dem Betreff “ReRoll-Weekend” an ein extra für das Tabletop-Network-reRoll-Weekend bereitgestelltes Spendenkonto des „Weisser Ring e.V.“. So wurden aus den 50 Cent pro Wurf bei den letzten beiden reRoll-Weekends schon deutlich über 4.400 Euro, die hilfsbedürftigen Menschen zugute kamen.

Gemeinsam sind wir in der Lage, tolle Sachen zu bewerkstelligen.

Selbstverständlich werdet auch Ihr etwas davon haben – abgesehen von dem Spaß, dabei gewesen zu sein und dem wirklich tollen Gefühl, in einer großen Gruppe etwas von echtem Wert erreicht zu haben: Wir werden nach dem ReRoll-Weekend wieder unter allen Teilnehmern, die auch nur einen einzigen ReRoll geworfen haben, einen ganzen Haufen extra für diesen Zweck von diversen Shops, Herstellern (und auch Privatpersonen) gespendeten Hobbystuff verlosen (Deswegen ist es natürlich wichtig, dass Ihr uns den für die Überweisung verwendeten Namen und eine Teilnehmerliste schickt.).
Die Pakete werden dann wieder pünktlich vor Weihnachten bei den Gewinnern ankommen.

Bei allen Fragen, Vorschlägen, Ideen und/oder Anregungen könnt Ihr Euch natürlich jederzeit an uns wenden. Entweder per Mail oder aber einfach über Facebook (Gruppe/Fanpage/PN). Wir werden aber natürlich auch die aktuellen Infos auf www.tabletop-Network.de veröffentlichen.

Egal, ob Store, Club oder privat: Es wäre schön, wenn Ihr über Eure ReRoll-Erfahrungen in der Facebookgruppe berichten würdet. Wir sind gespannt.

Hier geht´s zum diesjährigen Flyer: Flyer

Henning Hraban Ramm / pixelio.de

Einstieg in den 3D Druck

Immer wieder stolpere ich über schöne Miniaturenprojekte mit 3D Druckern. Seien es Geländestücke, Deko oder Miniaturen. Und man findet sie überall. Facebook, Foren, Kickstarter.

Im Gegensatz zur Anfangszeit des 3D Drucks ist die Hardware auch nicht mehr hanebüchen teuer. Ein schneller Blick über ebay, Amazon und geizhals.de bringt Geräte ab 100 Euro in Sicht. Aber welcher taugt etwas für meinen Zweck?

“Das kann nicht so schwer sein” dachte ich mir und begann zu forschen. Mein derzeitiger mentaler Zustand zu dem Thema lässt sich, wie folgt, mit einem Zitat beschreiben:

Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn

Ja, komplett dem Irrsinn anheim gefallen. Das Thema ist eine Abwärtsspirale ohne Ende aber mit Millionen Abzweigungen. Jede Antwort auf eine Frage wirft (gefühlt) drei neue Fragen auf.

Aber immerhin habe ich ein paar Erkenntnisse gewonnen, die ich hier mal kurz zusammenfassen will und ergänze, wenn ich denn “schlauer” geworden bin.

  1. Das Filament, der Druckstoff: PLA soll es sein. Kann fast jeder Drucker benutzen, beim Drucken entstehen keine giftigen Gase wie bei Plastikfilament und es wird aus Maisstärke gemacht.
  2. Ein Gehäuse: Man sollte den Drucker in eine Art Schrank packen, damit seine Umgebungstemperatur konstant bleibt. Temperaturschwankungen sind Gift für die Ausdrucke. Außerdem wird es leiser.
  3. Ein Auge drauf halten: Da viel große Drucke, besonders in hoher Qualität, lange dauern können, ist die Versuchung groß den Druck anzuwerfen und dann zu gehen. Sollte man aber nicht tun. Aus Feuerschutzgründen und damit man eingreifen kann, sollte der Druck schief laufen

Ich bin zwar einigermaßen entschlossen was das Druckermodell angeht (Anet A8 oder A6, haben beide viele gute Berichte und eine große Entwicklergemeinschaft) aber das “Wo kaufen” ist wieder so ein Ding für sich.

Man bekommt einige Drucker bei ebay für ca. 150 Euro angeboten aber das sind wohl nur Klone vom Anet. Der selber ist aber auch nur ein Klon vom Prusa i3. Den Anet scheint es nur bei gearbest zu geben und das ist ein Chinesischer Großhändler. Kostet da ähnlich aber ich bin immer noch verunsichert von da zu kaufen, denn wie ist das mit Zoll? Gebühren? Laut deren Blog wird der Zoll pauschal bezahlt. Zitat von gearbestblog.de:

Unser persönlicher Liebling ist die Versandmethode Germany Express oder auch “Germany direct Express”. Diese ist in den meisten Fällen kostenlos oder kostet nur einen kleinen Aufpreis, aber ist verdammt mächtig, denn sie bietet folgende Vorteile:

Maximale Versandzeit 15 Werktage
KEINE Zollkosten
KEINE Einfuhrumsatzsteuer (EuSt.)

Im Shop steht jedoch:

Steuerrechtliche Hinweise

Alle Preise, die auf Gearbest gelisted werden, sind ausschließlich Steurn, die Gebühren des Imports und Zölle. Die Kunden müssen die Gebühren übernehmen.

JA WAS DENN NUN?! (Randnotiz: versucht nicht diese Information von den diversen ebay Verkäufern zu bekommen. Hoffnungslos.)

Mentaler Zustand, Teil 2 (ich bin das Fahrrad):

Rudolpho Duba / pixelio.de
Rudolpho Duba / pixelio.de

Und nun? Ich werde noch ein wenig weiter forschen und dann vermutlich mich einliefern lassen. War schön mit euch ;)

Beitragsbild (C) Henning Hraban Ramm / http://www.pixelio.de