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Rollenspiel und Roll 20 – (m)eine Meinung

Es ist Dienstag und gestern hatte ich meine erste Interaktion mit einer Rollenspiel-App namens „Roll 20“ mit einer einmaligen Sitzung von Aliens  und ich habe etwas über mich selbst und meine Sicht auf Rollenspiele gelernt.

RPGs sind für mich eine soziale Sache. Es geht nicht nur um das Spiel, sondern auch um das Zusammenkommen und all die physischen Aspekte, die damit einhergehen. Sei es beim Naschen, Trinken, Notizen machen und Würfeln. (Nicht mit Minis, das ist einfach falsch!) Aus offensichtlichen Gründen kann ich mich nicht persönlich mit mit meiner Gruppe treffen, weil ich in einem anderen Land bin. Also bleibt nur Trinken, Naschen, Notizen machen und Würfeln.

„Roll 20“ nimmt das weg. Ja, für manche Leute ist es ein hilfreiches Werkzeug, und es hat sicherlich seine Berechtigung. Besonders bei Spielsystemen, die spezielle Würfel erfordern, die nicht jeder für ein einmaliges Ereignis hat. Aber nicht für mich. Nur auf einen Bildschirm zu starren und gelegentlich auf ein Symbol zu klicken, ist einfach langweilig. Und es hält mich nicht bei der Stange. Ich fange an, ins Internet und zu anderen Dingen abzuschweifen, weil es nicht fesselnd genug ist. Und das ist unfair gegenüber dem DM und den anderen Spielern.

Außerdem ist es sehr schwer zu bedienen, wenn man nur einen normalen 1080p-Monitor hat. Stell dir vor, du spielst ein RPG und kannst immer nur ein Blatt Papier sehen. Man kann seine Charakterbögen nicht auslegen oder sich die Karten ansehen, die der Spielleiter zeigt, während man seinen Charakterbogen immer noch im Blick hat oder Notizen mit dem Regelbuch vergleicht. Es wird langsam zu einer Übung in Fenstermanagement. Um es wirklich nutzen zu können, braucht man entweder einen ultrabreiten Monitor oder ein Dual-Monitor-Setup.

In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass es nur die App/Website ist, die mir missfällt und den Spaß verdirbt. Weder unser DM noch die anderen Spieler haben mich in Bezug auf das Rollenspiel „enttäuscht“. Es war ein Experiment und der DM hat wirklich gute Arbeit geleistet, indem er die Stimmung und alles andere geschaffen hat, aber Roll20 hat einfach zu viel von dem weggenommen, was ich am Rollenspiel mag und liebe, wenn ich es aus der Ferne spiele.

Ein RPG über Discord zu spielen funktioniert, wenn die Chemie zwischen den Spielern stimmt und jeder das System versteht, das er benutzt. Aber das ist für mich persönlich schon das Minimum, um mich an ein Spiel zu binden. Und es noch mehr auf etwas zu reduzieren, was im Grunde ein MMORPG ohne glänzende Grafik ist, ist einfach nichts, was ich unterstützen kann. Und es tut mir wirklich leid, dass ich so hart mit ihm umgegangen bin, aber es hat mich wirklich geärgert und ging mir immer noch durch den Kopf, als ich aufgewacht bin, also musste es weggeräumt werden.

Damit ist das Thema für mich erledigt: Ich wünsche euch einen schönen Tag und lasst euch eure Würfel nicht wegnehmen.

Dear UK miniature makers

Where do I start? How do I say this? Well, better to rip of the band aid then peeling it slowly I guess.

I’m not going to buy any more minis from you.[*]

I know that isn’t a nice way to say to someone you never met but I just can’t do it any more. And the reason for this is quiet obvious. Brexit. There I said it.

Now why is it that I can’t support small independent miniature makers like

any more? Well it boils down to money. I love the stuff you lot are doing and I know the UK has some of the most passionate and talented persons in our hobby. But since Brexit shipping has gone mental and it also adds 19% VAT for every order. So an order that was 20€ before now climbs to 25€ to 30€. And there is no more value in it for me as a customer. That sucks big time. I do look for local resellers of your works but as it is currently stands I’ll just not put any more money into it.

Bigger companies who do have distributors in mainland EU will still see my occasional coin but that’s about it.

„But what about that [*] you put up there?“

Glad you asked. Of course, as with any rule, there are exceptions. Kickstarters That I have backed pre-Brexit and have just been not delivered yet due to the pandemic will not be returned. And when Andy finally releases his skeleton Kickstarter I will have to look deep into myself and my purse. But I really want them…

I’m sorry UK folk. I really am. I hope things get better soon. Stay safe and remain indoors! ;)

Malathon 2021

Es ist mal wieder so weit. Magabotato ruft den Malathon aus. Im Orktober.  Was ist der Malathon? Lassen wir die Kartoffeln sprechen:

Moin Moin!

Der Oktober kommt mit großen Schritten auf uns zu und das bedeutet: Es wird Zeit für den Malathon 2021!

Wie jedes Jahr, versuchen wir wieder unseren Stapel der Möglichkeiten zu verkleinern, das ein oder andere unfertige Projekt zu beenden oder uns endlich einer Box zu widmen, die wir schon lange angefangen haben wollten. Wir sind uns sicher, dass wir damit nicht alleine dastehen.

Deshalb veranstalten wir vom 01. bis zum 31. Oktober den diesjährigen Malathon. Wie ihr mitmachen könnt? Ganz einfach:

Sucht euch ein paar Modelle und bemalt sie. das Ziel sind wie immer 42 Minis. Aber egal ob ihr euch drei, zwölf oder eben 42 Modelle als Ziel steckt, das Wichtigste ist, dass ihr Spaß an der Aktion habt und euch und andere immer wieder motiviert, weiter zu machen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr die 42 Miniaturen schafft, können wir euch also nur ans Herz legen, es dennoch zu versuchen. Bis zum 01. Oktober habt ihr noch genug Zeit um zu Basteln, zu Grundieren und zu Planen. Also werdet kreativ und bleibt motiviert.

Und um das ganze noch etwas zu Game-y-fizieren gibt es auch noch ein Bingo dazu. Ich habe das für mich schon mal angepasst und das rot ausgekreuzt, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht passieren wird.

Die Wahrscheinlichkeit auf ein Bingo ist damit ziemlich eingedampft aber ich bleibe bei meinen Zielen lieber realistisch *g* Mal sehen, ob dieses Jahr meine Motivation hält. ich weiß noch nicht einmal womit ich anfangen soll…

Die letzten Ergebnisse der Malathons könnt ihr HIER sehen.

Tricorn

Früher war alles besser! Sogar der Clickbait!

Aber im Ernst: Was soll die „Verherrlichung“ von altem Zeug? Ja, es gab Spiele, die großartig waren (nach Meinung von Leuten, die sie tatsächlich gespielt haben), die aber nicht mehr erhältlich sind. Und es gibt einige, die damals großartig waren, aber nicht wirklich den Test der Zeit bestehen, sondern eher eine nostalgische Sache sind. Und schließlich gibt es Dinge, die einfach nur „in meiner Sammlung fehlen, um sie komplett zu machen“. Und natürlich gab es diese Spiele, die wirklich scheiße waren, aber jeder hat sie irgendwann gespielt, weil es alles war, was wir hatten“.

Aber rechtfertigen diese Argumente wirklich horrende Preise? Nehmen wir ein paar bekannte Beispiele:

  • HeroQuest
  • StarQuest/Space Crusade
  • Man O War
  • Gorkamorka
  • Warhammer Epic 40k

Wenn wir versuchen, eines der oben genannten Spiele zu kaufen, brauchen wir *wirklich* tiefe Taschen. Diese Spiele waren von Anfang an nicht billig (vor allem die letzten 3), aber die Preise sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Warum ist das so? Ich versuche wirklich, mir darüber klar zu werden.

Ist es nur so, dass einige Leute/Sammler mehr Geld als gesunden Menschenverstand haben? Oder sind es einfach nur Verkäufer, die seltsame Preise erfinden und niemand zahlt, außer einem „Sammler“, der glaubt, er könne die Sammlung in einem Jahr für noch mehr Geld verkaufen?

Wann ist der beste Zeitpunkt, um „Old School“- und „Out Of Production“-Sachen zu kaufen? Und wo?

Ebay war vor 20 Jahren ein guter Ort dafür, weil das Hobby zu diesem Zeitpunkt noch nicht „normal“ war. Zumindest in Deutschland würde man als Nerd/Geek angesehen werden. Heute ist das Spielen und Sammeln normal geworden. Vor allem, weil die Geeks erwachsen wurden und Kinder bekamen. Heute ist die einzige Möglichkeit, ein „Schnäppchen“ zu machen, entweder zu warten, bis ein neuer Spieler das Interesse verliert und alles verkauft, nur um den Keller auszuräumen, oder auf einen Fund auf einem Flohmarkt zu hoffen.

Was ist erue Meinung dazu? Warum beharren so viele Spieler darauf, dass „früher alles besser war“, obwohl die meisten Dinge einfach einfacher und vielleicht sogar „dümmer“ waren? Warum neigen wir dazu, die Vergangenheit in unserem Hobby so sehr zu verherrlichen?

Tricorn

3D Druck im Tabletop Hobby – (m)eine Meinung.

Ich mag das Konzept 3D Drucker. Daheim, für den eigenen bedarf, komplexe Dinge herstellen. Großartig! Man kann plötzlich Dinge reparieren, die vorher weggeworfen wurden, weil es keine Ersatzteile gab.

Ich verstehe auch die Verlockungen dahinter für unser Hobby. Mal eben schnell einen Vertibird für Fallout drucken. Massive Dungeonsegmente produzieren. Zugegebener Maßen ist die Technik in den letzten Jahren auch weit gekommen und Figuren aus dem Resin 3D Drucker sehen gut aus. Sie können sich problemlos mit „günstigen“ Figurenreihen wie Reaper Bones messen lassen und sind so viel vielseitiger.

Aber. Ja, es gibt wie immer ein aber. Aber wenn ich mir ansehen, was mache Hobbyisten da „hingerotzt“ auf das Spielfeld stellen, dann wird mir anders. Drucke aus Filamentdruckern, besonders solche, die mit den Einstellungen „mach mal schnell“ auf schlecht kalibrierten Druckern rausgehauen werden, sind mir zu wieder. Wenn ich auf 2m Abstand die Drucklinien sehen kann, dann sieht das Scheiße aus. Nicht nur, weil ich die Linien sehe, sondern auch, weil man das nicht gescheit anmalen kann, ohne die Linien noch zu betonen. Glaubt ihr mir nicht? Nehmt mal so einen Schluderdruck, grundiert den und bürstet dann mal trocken. Prost Mahlzeit.

Besonders lästig ist es, wenn das eigentlich komplett platte Flächen sein sollen. Man sieht das Geländeteil, hat eine Vorstellung davon im Kopf und dann ist es ein Waschbrett statt Spiegel.

Wenn, in wie vielen Jahren auch immer, die 3D Drucker so funktionieren, wie das heute die normalen Drucker tun (Papier rein, ausdrucken, Papier entnehmen, fertig), dann werde ich mir wohl auch einen gönnen. Vorher ist das noch zu gefuddel, gefummel und getüddel.

Eure Meinung?