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Turnierplanungsgedanken

Ich habe mir zum Thema Turnier mit Star Wars: Legion Gedanken gemacht und komme immer wieder an ein paar Stellen, die mich ausbremsen. Seitenangaben beziehen sich auf die Turnierregeln für SW:L von FFG Stand 16.05.2018.

Zum einen ist da der Zeitfaktor. Da ich so ein Turnier höchstens an einem Sonn- oder Feiertag machen könnte, ist das Zeitfenster sehr eng. Maximal einen Tag was ich mal frei mit 8 Stunden Spielzeit gleich setze, um Auf- und Abbau mit drin zu haben.

Wie viele Spieler bekomme ich da unter? Eine Runde nach dem Schweizer System soll 120 Minuten dauern (Seite 12). Damit bekomme ich also bequem 3 Runden hin, was für 16 Spieler laut der Tabelle auf Seite 17, auch die richtige Anzahl Runden ist. (3*120 Minuten Spielzeit + 120 Minuten Pausen, Verlängerungen etc pp.) 16 Spieler, weil dass das Limit für ein kostenfreies Konto bei T³ ist. Das war der leichte Teil.

Tische sind vorhanden. Die Probleme fangen mit Matten/Platten und Gelände an. Wenn die Tische ausreichend groß sind, dann kann man den Spielbereich auch mit Malerkrepp markieren. Trotzdem braucht man noch genug Gelände, um 1/4 der Platte damit zu bedecken. (Seite 10) Das entspricht auf einem Spielfeld mit metrischem Maß 90x45cm.

So viel Gelände habe ich nicht für 8 Tische. Und es stellt sich mir die Frage, muss es identisches Gelände sein? Oder nur alles relativ ähnlich?

Wo bekommt man das also her? Unabhängig von der Menge der tatsächlichen Teilnehmer muss ich ja auf die Höchstzahl vorbereitet sein. Also zwei Tische komplett voll mit Gelände. Das “mal eben schnell” kaufen schließt sich ja komplett aus aber wie löst man das dann? Man könnte natürlich einfach einen Haufen Hartschaumklötze schneiden und die dann als “Gebäude” deklarieren und verteilen.  Funktioniert, kann auf Legion passende Höhen geschnitten werden und wäre dann gerecht verteilt.  Wie viel Zeit muss man planen, um die einiger Maßen bemalt zu bekommen?

Wenn man das alles gewuppt hat, dann stellt man das Turnier bei ein und macht viel Werbung. Und hofft, dass 16 Spieler kommen.

Was aber bringt die Leute zu Turnieren? Nicht nur der Spaß, sie wollen auch was gewinnen. Woher bekommt man das? Schenken wird es einem kaum einer und die Kosten dafür müssen ja auch wieder rein kommen. Als Startgebühr haben sich bei den Turnieren für SW:L scheinbar 10 Euro als normal etabliert. Wenn man also 160 Euro für die Preise plant, dann kann man schon was für die Teilnehmer organisieren aber auch nichts in großen Mengen.  Und wenn dann keine 16 Leute kommen, bleibt man auf den Preisen hocken. Auch doof.

Mir schwirrt schon wieder der Kopf. Wohin wollte ich mit diesem Blogpost? Gute Frage. Wie viel Zeit nehmt ihr euch, um ein Turnier zu planen und zu organisieren? Macht ihr das alleine, im Team mit Freunden oder im Club? Über Anregungen würde ich mich freuen. Schreibt mir eine Email oder hinterlasst einen Kommentar, wo immer ihr diesen Post auch lest ;)

Vorbereitungen Malathon 2018

07.06.2018

Die alte Farbe  muss runter! Zack. Sterillium und los!

und so sieht das nach 15 Minuten und etwas schrubben aus:

Da geht aber noch was. Also wieder rein in die Brühe und über Nacht stehen lassen.

08.06.2018

Die Kommandos sind blank, die Bad Moons auch (fast) aber was auch immer als Grundierung beim Weirdboy genutzt wurde… das geht nicht runter.

Im Ganzen werden es jetzt folgende Modelle:

  • 8 Kommandos
  • 14 Stormboyz
  • 5 Bad Moon mit schweren Waffen
  • 1 Weirdboy
  • 1 Ghazghkull Mag Uruk Thraka mit Bannerträger Makari
  • 6 Boarboys
  • 11 Snakeboys

Macht 46 Modelle. Schauen wir mal, ob ich wirklich alles schaffe. Besonders das Fell der Boarboyz und die Menge der Details beim großen Oberboss lassen mich ja… zweifeln.

16.06.2018

Alles grundiert. Der Malathon kann kommen.

Malathon 2018

Zur Erinnerung: Was ist der Malathon?

Letztes Jahr war es Chaos. Also Chaos Space Marines. (Hier zu sehen.)  Dieses Jahr werden es meine alten (ganz alten) Warhammer 40.000 Orks. Ihr derzeitiger Zustand ist “undokumentiert” aber als ich sie das letzte mal sah, sahen sie so aus:

Ja, die Stormboyz sind zum Teil neuere Modelle, aber da die als Einheit auftreten sollen die einen einheitlichen Paintjob bekommen. Ich bin auch noch unschlüssig, ob ich die bemalten Modell strippen soll. Die habe ich damals so bei eBay gekauft und war nie glücklich mit den Farben. Die Menge passt jedenfalls.

Malathon 2018 bei Magabotato

Berg der Schande

Berg der Schande (oder auch pile of shame) nennen viele Tabletop Spieler den Haufen an Miniaturen, die unbemalt in Schränken, Kisten und Kartons liegen und auf Farbe warten. Ich habe das mal für mich überschlagen. Also tief Luft holen, Augen zu und durch.

Warhammer 40.000 (2. bis 5. Edition)
  • 200+ Orks und Goblins
  • 40+ Space Marines
  • 21 Dark Eldar
  • 20+ Tyranidne
Celtos
  • ungezählte Mengen an Blister
Judge Dredd
  • 20+ Miniaturen…
Fanticide, a Tabletop Fantasy Skirmish Game
  • 10 Miniaturen
Warhammer Fantasy Battles (6. Edition)
  • 80+ Orks
  • 40+ Imperium
Blood Bowl
  • 10+ Orks
  • 20+ Menschen
  • 5+ Goblins

Und ich habe bestimmt noch das eine oder andere vergessen. Zusammen also über 460 Miniaturen… AAAAAAAAAAAAAARGH!

Treffen, Turniere, Conventions und Messen

Am 23.03.2018 hat “Uncle Adam” ein Video veröffentlicht mit dem simplen Titel “Spiele Conventions und wie man einfach selber eine macht”.

Jeder, der schon mal eine Con, ein LARP, ein größeres Spielertreffen oder Turnier veranstaltet hat, wird jetzt schreien “EINFACH?”. Denn, wie so oft, klingt es wirklich so simpel was er sagt. Und eigentlich hat er auch recht. Von seinem Standpunkt aus. Alleine die Besucherzahlen, mit denen er um sich wirft, lassen mich persönlich vor Neid erblassen.

Warum? Weil es selbst so “kleine Cons von 300 Leuten” wie er sie gemacht hat, hier in der Nähe kaum gibt. Denn unser lokaler Spielverein ist seit Jahren auf Talfahrt. Darüber habe ich an anderer Stelle schon oft genug gejammert und geschrieben also lasse ich das jetzt hier einfach so stehen.

Selber eine Con machen. Würde mich schon reizen. Die Frage ist ja dann immer nur: Wo? Und wie bekomme ich Leute zusammen, die helfen beim Auf- und Abbau? Wie finde ich einen Termin, an dem auch Leute Zeit haben und nicht gerade zwischen zwei anderen großen Messen sind? Was will ich genau anbieten und wer ist meine Zielgruppe?

Wichtig, richtig und gut ist, dass Adam gleich sagt: nicht sofort eine SPIEL machen wollen. Alle Messen und Cons sind gewachsen. Nur anfangen muss man ja irgendwo. Wie würdet ihr so etwas anfangen? Ich würde mich über euren Input freuen.

 

Gamefor – Spieler verbinden

Manche von euch kennen vielleicht Adam “Uncle Adam” (Nein, nicht Onkel Tom Angelripper) und seinen YouTube Kanal. Er hat, zusammen mit ein paar Kollegen, eine App für Android und iOS gebaut, mit denen sich Spieler leichter verbinden können. Die App ist noch in der frühen Entwicklung aber schon prima Nutzbar und wird regelmäßig erweitert. Derzeit können sich Spieler, Clubs & Vereine sowie Läden registrieren.

Dabei ist das Konzept derzeit sehr simpel. Als User legt man sein Profil inklusive Postleitzahl an und bestimmt einen Radius, in dem man Spieler sucht. Man kann auch eine Suchanzeige einstellen und dabei einen Ort angeben an dem man spielen will. Und hier wird die App besonders. Statt eines x-beliebigen Ortes kann man nur in der App registrierte Läden angeben. Der Gedanke dahinter ist: keiner muss sich wild fremde Menschen in die Wohnung holen oder zu Fremden hin gehen und die Läden bekommen zusätzlichen Kundenverkehr. Denn, und das betont Adam immer wieder, die Ladengeschäfte sind für das Hobby Tabletop essentiell.

Als Laden, sei es Spielfachhandel oder Spielcafé, kann man sich verifizieren lassen und hat dann die Möglichkeit die Öffnungszeiten anzupassen, ein Profilbild hoch zu laden und Events einzutragen. Das muss man dann auch nicht am Handy oder Tablet machen, sondern hat dafür einen Webzugriff.

Wer mehr Fragen hat, dem empfehle ich die FAQ auf der Seite der App. Dort wird noch so einiges genauer erklärt.

Ich bin natürlich auch auf der App registriert und würde mich freuen mehr User da zu sehen. Gerade in “dünn” besiedelten Gebieten wie Niedersachsen ist das Potential der App sehr groß.

Nachtrag: Uncle Adam hat ein Video dazu gemacht. Patschow!

Warmonger Malathon Dings…

Vor ziemlich genau 9 Monaten war ja der Magabotato Malathon, an dem ich mich zum ersten Mal beteiligt habe. Und im FFG Forum kam die Frage auf: “Wie sehen eure Tag 1 Malpläne (für Star Wars: Legion) aus?

Und da habe ich mal so vor mich hin gefaselt und so über den Daumen gepeilt… Core Set 33 Modelle, dazu AT-ST und T-47. Das müsste dann ja auch in einem Monat zu schaffen sein, für Gelegenheitspinsler wie mich.

Huzza! Selbst auferlegte Pein! Wer macht mit? Ich werde (so ich denn am 22.03. meine Boxen bekomme) in einem neuem Post den Fortschritt zeigen.

Huzza!

….warum mache ich das?! oO Muss der Schlafmangel sein XD

01.04.2018 Update: Nach 2 Wochen den imperialen Teil der Grundbox plus eine Trooper Erweiterung fertig bekommen. Siehe hier. Fehlen noch die Rebellen (plus eine Trooper Box), der AT-ST, T-47 und das Gelände. Stay tuned!

 

https://pixabay.com/de/fehler-mouse-trap-t%C3%B6richt-verletzt-2344150/

Vorsicht Falle!

Eine kleine Lektion in Sachen Hobbyrattenschwanz.

Was meine ich damit? Nun ich will es mal an einem persönlichem Beispiel verdeutlichen. Demnächst kommt ja Star Wars: Legion in den Handel und ich werde es mir holen.

Grundbox:  90 Euro

Damit hat man eigentlich alles, um die ersten Spiele zu bestreiten. Aber für ein “richtiges” Spiel braucht man 800 Punkte an Einheiten. Abgesehen vom AT-ST und dem T-47 Airspeeder sind in der Grundbox alle Miniaturen der ersten Welle vorhanden. Zusätzliche Würfel, Messstöcke etc. braucht man nicht. Aber so ein AT-ST und ein T-47 machen schon die 800 Punkte voll. Nachtrag: Wie mir korrekter Weise auf Facebook gesagt wurde, braucht man für ein 800 Punkte Spiel nicht nur 800 Punkte, sondern auch 3 Corps/Truppen Einheiten pro Seite. Also muss man doch noch je ein mal Sturmtruppen und Rebellentruppen kaufen. (Noch ein Nachtrag: Wenn man mittels Battlescribe versucht aus der Grundbox plus AT-ST und T-47 für jede Seite 800 Punkte zu kitzeln, so klappt das fürs Imperium (797 Punkte) aber nicht für die Rebellen (702 Punkte). Und noch ein Nachtrag: Man hat in der Grundbox auch nicht genug Befehlsmarker für drei Truppen Einheiten. Clever FFG, clever… hinterhältig und teuer aber clever ;))

AT-ST: 50 Euro

T-47: 30 Euro

Rebel Troopers: 25 Euro

Stormtroopers: 25 Euro

Zwischensumme: 220 Euro

Um. Ja, das ist schon mehr. Aber dann hat man ja alles. Oder? Als “alt gedienter Hobbyrecke” hat man ja Kleber, Farben, Werkzeug, Base Gestaltungsmaterial und ganz wichtig Grundierung. Oh. Nein, die ist ja gerade alle. Die braucht man auch. Sogar dringend.

Grundierung: 12 Euro

Zwischensumme: 232 Euro

Ja, das ist dann jetzt aber alles. Schließlich passt ja alles auch hinterher wieder in die Box und man braucht keinen Koffer. Aber die Karten, die sollte man schon in Schutzhüllen packen. Eine Packung für die kleinen Karten und eine für die Großen. Ist nicht schlimm, passen ja auch für X-Wing, kann man also weiter verwenden, wenn was über bleibt

Kartenhüllen: 6 Euro

Zwischensumme: 238 Euro

Aber so lose rumliegen lassen kann man die Karten auch nicht. Boxen sind doof. Aber da gab es doch so schöne Hüllen von Ultimate Guard.

Hefthüllen: 5 Euro

Zwischensumme: 243 Euro

Jetzt, jetzt hat man alles um glücklich zu sein… bis auf die folgenden Erweiterungen, die erst noch erscheinen werden und die 4 Einheiten, die zwar in der Grundbox enthalten sind aber noch extra Karten haben…

Ich könnte das jetzt noch recht lange so weiter führen. Die zwei verbleibenden Erweiterungen der ersten Welle (Speeder Bikes und AT-RT) wären noch einmal 50 Euro und das, was wir über Welle 2 wissen (Leia, Veers, Rebellen Trooper, Snowtrooper) knabbert auch noch einmal mit 76 Euro am Geldbeutel. So schnell wird aus einem 90 Euro Spiel eine Investition von über 370 Euro. Drum prüfe, wer sich ewig… ach. Schaut auf euer Konto und überlegt euch, ob ihr euch das leisten könnt. Im Zweifelsfall einfach ein wenig warten.

In diesem Sinne: Karsten, ich brauch noch Grundierung!

Turniere gehören verboten!

So ähnlich äußerte sich gerade jemand in einer Gruppe auf Facebook im Zusammenhang mit den Ankündigungen von FFG zum Thema Star Wars: Legion Turnierspiele.

Imperium gegen Imperium oder Rebellen gegen Rebellen gehört einfach per se verboten.

… bei Systemen mit Story und Geschichte [gehören] eigentlich Turniere verboten.

Ich habe da jetzt ein wenig darüber nachgedacht und möchte einmal meine Gedanken dazu hier abgeben.

Das die selben Seiten einer Fraktion bei einem Turnier gegeneinander Spielen finde ich auch nicht prickelnd, ist aber leider nicht zu verhindern. Denn wenn man ein Turnier organisiert, kann man nicht viel mehr machen, als die Anzahl der Spieler fest zu legen, bestimmte Einheiten und Regeln vorgeben beziehungsweise verbieten und das Turnierformat festlegen. Was der einzelne Teilnehmer dann ins Feld führt, ist ja jedem selbst überlassen. Besonders bei Systemen mit wenigen Fraktionen (Beispiel X-Wing, da gibt es nur Rebellen, Imperium und Abschaum) kommt es natürlich schnell dazu, dass die selben Seiten gegeneinander spielen. Besonders, wenn bestimmte Kombinationen von Einheiten beliebt sind, weil sie “stark” im Meta sind und häufiger gewinnen. Schön ist das nicht, aber nicht zu ändern.

Besagte Person will also lieber auf SW:L verzichten,

Da ich nur durch den Kauf der Sachen schon der Firma Geld für diesen Tunierunterstütziungskram Geld geben würde.

Nein, gerade bei FFG OP nicht. Denn FFG kassiert bei den Händlern und Turnierveranstaltern einen (nicht gerade kleinen) Obolus für Preise und Urkunden. Turniere werden also extra bezahlt. Und was viel wichtiger ist: Turnierspieler sind Käufer. Und zwar meist sogar die, die am meisten kaufen, denn sie kommen selten bei Turnieren mit meiner Sammelmentalität (Jede Einheit ein mal kaufen) aus, da das oben genannte Meta spiele und oft die selbe Einheit mehrfach brauchen. In der Videospielbranche der Gratisspiele spricht man dabei von “Walen”. Die, die viel mehr Geld ausgegeben für Upgrades und Boni als der normale User. Diese Wale ermöglichen erst die Gratisspiele wie Angry Birds und Co, denn sie spülen das Geld in die Kasse der Entwickler. Wenn man die “Turnierwale” jetzt streichen würde, dann fällt so ein System wesentlich schneller in den Bereich “lohnt nicht mehr” für den Hersteller und es verschwindet vom Markt. Und das kann ja auch nicht gewollt sein.

Eine aktive Turnierszene ist also überlebensnotwendig für ein Spielsystem. Klar kann man das doof finden, wenn man quasi gegen seine eigene Seite spielen muss (tu ich ja auch) aber es zwingt einen keinen bei Turnieren mit zu machen. Und gerade bei SW:L mit seinen (derzeit) zwei Fraktionen könnte man so ein Turnier kaum umsetzen. Um sicher zu stellen, dass niemand gegen seine Seite spielt, müsste jeder Teilnehmer zwei Armeen ins Feld führen und vor jeder Runde müsste man festlegen, wer darf Imperium spielen und wer Rebellen. Das will wohl kaum einer. Wobei ich mich da irren kann und es auf ein Experiment ankäme. Für jedes andere System mit mehr als zwei Fraktionen wird das dann aber exponentiell teurer und weniger zu handhaben.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr Ideen, Lösungen oder eigene Vorstellungen?

PS: Ich habe absichtlich auf eine Verlinkung zu Facebook und der entsprechenden Gruppe verzichtet, weil ich kein Gebashe auslösen will, sondern wirklich nur am Gedankenaustausch interessiert bin.